Modulreinigung

Wie erkenne ich den richtigen Reinigungszeitpunkt?

PV Anlagen verschmutzen unterschiedlich

Photovoltaikbetreiber stellen uns regelmäßig die Frage wie sie den idealen Zeitpunkt für eine Photovoltaik Reinigung bestimmen können. Verständlicherweise möchte jeder seine PV rechtzeitig reinigen lassen, aber auch kein „unnötiges Geld“ ausgeben. Man kann die Frage nicht pauschal beantworten, jedoch eine Antwort für die einzelne Anlage finden. Deshalb betrachten wir einfach die Gründe für eine Verschmutzung von PV Modulen.

Es gibt PV Anlagen die an scheinbar undramatischen Standorten sehr schnell verschmutzen. In anderen Beispielensehen die Module nach 10 Jahren noch recht ordentlich aus. Im Durchschnitt ist die Photovoltaik Reinigung bei Einfamilienhäusern in Wohngebieten nach ca. 3-5 Jahren wirtschaftlich sinnvoll. Bei Stallanlagen bereits nach 1-2 Jahren. Im gewerblichen Bereich sind die Situationen individuell sehr verschieden.

Warum verschmutzen Photovoltaikanlagen so unterschiedlich?

4 Faktoren beeinflussen den Zeitraum und die Stärke von Modulverschmutzung:
Glasqualität – Neigungswinkel – Zusammensetzung und Intensität der Emissionen

Wenn wir vor Installation eine professionelle Standortanalyse erstellen, um die möglichen Folgekosten an Reinigung und Wartung zu ermitteln, werden noch weitere Faktoren einbezogen. Die Ausrichtung zur Hauptwindrichtung, das Kleinklima, die Geländeformation und die umliegende Bebauung sind ebenfalls relevante Größen. Wurde die Photovoltaikanlage schon einmal gereinigt, ist der Zeitraum und die Intensität der Nachverschmutzung auch abhängig von der verwendeten Reinigungsmethode.

Die Glasqualität – der Anstellwinkel

Modulreinigung

Glasqualität: Es gibt hochwertiges, „ehrliches“ Solarglas. Im Vergleich zur Glasqualität anderer Hersteller bleibt es länger sauber und verschmutzt deutlich weniger. Andere Module reagieren aufgrund ihrer Beschichtung und verfahrensspezifischen Eigenschaften sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse. Deshalb treten hier chemisch-reaktive Prozesse im Glas signifikant häufiger auf. Solche Module müssen also früher gereinigt werden, damit keine Qualitätsminderung eintritt.

Neigungswinkel: Prinzipiell verschmutzen flach gebaute PV-Anlagen unter 10° schneller als andere. Trotzdem können auch steile Modulflächen stark verschmutzen. Die Intensität der Luftverschmutzung und die Glasqualität bestimmen den Verlauf der Verschmutzung.

Tipp: Der Befall von Photovoltaikmodulen durch Moose, Flechten und Pilze ist auf dem Vormarsch. Denn die Luftverschmutzung verändert sich. Während die Schwefeldioxidbelastung weiter abnimmt, steigt die Konzentration an Stickoxiden und Feinstäuben. Beides begünstigt das Wachstum vieler Flechtenarten und beschleunigt die Besiedelung der Module. Völlig unabhängig vom Neigungswinkel, somit sind auch Photovoltaikanlagen auf steilen Dächern betroffen.

Achtung: Pflanzliches Wachstum verursacht Rahmenschäden, Delamination, Hotspots und die Demineralisierung von Glas.

Bei einer rechtzeitigen, fachmännischen PV Reinigung kann der pflanzliche Bewuchs aus den Rahmenschlitzen komplett herausgeschwemmt werden.

Schmutz ist nicht gleich Schmutz

Solaranlage

Emissionen: Die Emissionslage rund um die PV-Anlage ist hauptverantwortlich wie schnell und wie stark die Module verschmutzen. Entscheidend sind einmal die direkten Schmutzquellen am Standort. Auch überregionale Einflüsse von einem Gewerbegebiet, oder einer Großstadt können über den Windeintrag massiv einwirken.

An jedem Standort ist die Schmutzart, ihre Mixtur und Dichte ein bisschen anders. Mal wasserlöslich, mal fetthaltig, mit Partikeln von Abrieb oder faserhaltigen Anteilen. Nachts wird der Schmutz angefeuchtet, tagsüber brennt er bei hohen Modultemperaturen fest. Das bewirkt chemisch-physikalische Prozesse im Material. Im zeitlichen Verlauf reagiert das Solarglas mit Minderung der Glasgüte und Glaskorrosion.

Tipp: Korrosive Prozesse im Glas, sowie irreversible Leistungsverluste werden durch eine rechtzeitige, fachmännische Photovoltaik Reinigung vermieden. Photovoltaikanlagen mit Neigungswinkeln kleiner 15° sind explizit Risikoanlagen.

Die Reinigungsmethode beeinflusst die Nachverschmutzung

Photovoltaikanlage

Auch die Reinigungsmethode entscheidet darüber, wie schnell die Nachverschmutzung erneut einsetzt. Die „Schnellreinigung“ mit Rotationsbürsten hinterlässt schlechte Reinigungsergebnisse. Verbleibende, kaum erkennbare Schmutzreste bilden Ankerpunkte für eine zügig einsetzende Neuverschmutzung.

Die Kombination von entmineralisiertem Wasser und rotierenden Bürsten wird regelmäßig bemängelt, weil sie tendenziell zur Aufrauhung der Gläser und einer zügigen Nachverschmutzung führt. Die Rotationsbürste ist bei verschmutztem thermisch vorgespanntem Solarglas ein riskantes Reinigungsgerät. Auflagegewicht, Wassermenge und Rotationsgeschwindigkeit müssen auf die Verschmutzung eingestellt sein, um Verkratzung im Solarglas und Beschädigung der Antireflexschicht zu verhindern.

Tipp: Vermeiden Sie Schnellreinigung und Hochgeschwindigkeitsbürsten. Schlechte Reinigungsergebnisse verursachen eine rasche Nachverschmutzung. Riskante Reinigungsgeräte können Bearbeitungsschäden und eine hartnäckige Neuverschmutzung bewirken. Internationale Studien beziffern die Schäden durch riskantes Reinigungsgerät auf 8-10% der Errichtungskosten der Photovoltaikanlagen.

Zusammenfassung

Die gewissenhaft ausgeführte Photovoltaik Reinigung mit einem risikofreien Reinigungswerkzeug bewirkt langanhaltende Sauberkeit. Die rechtzeitige und fachmännische Photovoltaikreinigung versetzt eine PV Anlage nahezu in den Neuzustand. So verhindern wir verschmutzungsbedingte Schäden an Glas, Wafer, Rahmen und Eindichtung.

Wir empfehlen jedem PV-Betreiber seine Anlagen einmal jährlich auf Sicht zu kontrollieren. Sie können den Verschmutzungsgrad nicht zweifelsfrei einschätzen?
Gerne erklären wir Ihnen die Durchführung einer verlässlichen „Putzprobe“.

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2019-02-22T08:39:07+00:00